Sonntag, 25. November 2012

Der Mensch als "Selbstunternehmer" in der Wissensgesellschaft


Die aktuellen Entwicklungen in der sich immer schneller veränderten Gesellschaft erfordert von jedem Einzelnen sich permanent weiterzubilden, um am Ball der Wissensgesellschaft zu bleiben. In unterschiedlichen „Lernwelten“ sind ganz differenzierte Kompetenzen notwendig. Die Grenzen der Lebenswelten Arbeits- und Privatleben bzw. Freundeskreis und Arbeitskolleginnen verschwimmen. Anforderungen und Rahmenbedingungen verändern sich rasch, und der Mensch selbst wird zum Unternehmen – wie es Wiater formuliert zu einem „Selbstunternehmer“ (Wiater, 2007, S. 39)

Selbständigkeit, Selbstorganisation, Kreativität und Eigenverantwortung werden zu tragenden Säulen des persönlichen Wissensmanagement, und zur Voraussetzung sich zu einem persönlichen Unternehmen weiterzuentwickeln. Lebenslanges Lernen wird immer notwendiger, um eine „persönliche Lebenskönnerschaft zu entwickeln.“  (Wiater, 2007, S. 39)


Homeoffice
 Fachwissen und Detailwissen reicht nicht mehr aus, um kompetent mit den schnellen Entwicklungen und Anforderungen der Gegenwart umzugehen. Methodenkompetenz und soziale Kompetenz werden zur logischen Basis und wesentlichen Anforderungen der Wissensgesellschaft. Hier setzt der Hebel der Bildung an, denn die Vermittlung gerade jener wesentlichen Sozial- und Gesellschaftskompetenzen sind traditionelle „Geschäftsfelder“ der Organisation „Schule“. Um hier Erfolg zu haben sind persönliches Engagement, das Interesse für Neues bzw. Fremdes, Motivation und Innovation wichtige Faktoren. Gewohnheiten müssen durchbrochen werden, altgediente Strukturen hinterfragt und jeder Einzelne soll sich in den Entwicklungsprozess als Person einbringen.
Die Gefahr der Überforderung lauert überall, denn Wissen kann durch das Übermaß an Informationen und der Fülle der Vernetzungsmöglichkeiten leicht zum „ Problem Wissen“  (Wiater, 2007, S. 40) ausarten. Jeder Einzelne muss bereit sein, „bereits Gelerntes abzulegen“  (Wiater, 2007, S. 40) und zu hinterfragen. Hier entsteht ein Dilemma und muss wiederum mit Lernen behandelt werden – lernen mit der Informationsflut zielgerichtet umzugehen.
Die Bestimmung „wertvollen Wissens“ obliegt hier jedem einzelnen „Selbstunternehmer“.

Wiater, W. (2007). Wissensmanagement - Eine Einführung für Pädagogen. Wiesbaden: GWV Fachverlag.


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