Mittwoch, 22. Mai 2013

eLearning - State of the art


Die rasche Entwicklung der heutige Informationsgesellschaft und die herausragende Bedeutung des Faktors „Wissen“ führen zu einer raschen Änderung in der Gesellschaft. E-Learning erlangt neben dem „traditionellen Lehr- und Lernangeboten einen wachsenden Einfluss“. (Rey, 2009, S. 15)

Wirtschaftlich gesehen kann der deutsche Markt für E-Learning eine enorme Umsatzsteigerung aufweisen, und „so stieg…der Gesamtumsatz der E-Learning Branche laut Erhebung des Essener MMB-Institutes für Medien- und Kompetenzforschung im Jahr 2007 auf rund 139 Millionen Euro.“ (Rey, 2009, S. 15)
Im Bereich der Bildung zeigt die Entwicklungen der letzen Jahre dagegen, dass Schulpflicht in Normalfall Präsenzunterricht bedeutet. Eine Verlagerung der Kommunikation und ein Austausch über das Internet erscheinen laut Petko in seinem Buch „Lernplattformen in Schulen“ als „nicht unbedingt nahe liegend“  (Petko, 2009, S. 12)
Besonders im deutschsprachigen Raum ist jedoch die Nutzung von Lernsoftware und Onlinequellen im Unterricht stark verbreitet. In seinem Editorial  „E-Learning in der Schule“ in der „Zeitschrift für e-learning“ (03/2009) beschreibt Aufenanger dazu recht anschaulich, dass auch schon LehrerInnen aus dem Grundschulbereich das Internet und E-Learning als Möglichkeit der Vermittlung von Medienkompetenz ansehen und selbstbestimmte Lernaufgaben in ihren Unterricht einbeziehen.  (Aufenanger, 2009, S. 4 - 7) Initiativen, wie die in Deutschland geförderte „Schulen ans Netz“-Aktion, zeigen auch den schulpolitischen Ansatz und das Bemühen, das Internet stärker in den Unterricht und die Vernetzung innerhalb der Schulen einzubinden, um nicht nur eine veränderte Lernkultur, sondern auch ein Umdenken in der schulischen Organisationskultur zu implementieren.
Dies kann in weiterer Folge zu einer Vernetzung im Schulbereich führen, und dadurch „können sich Schulen und andere Bildungsinstitutionen dort virtuelle Lern- und Kommunikationsräume schaffen, an denen Lehrpersonen, SchülerInnen und manchmal sogar auch Eltern beteiligt werden.“ (Aufenanger, 2009, S. 5)
Das Internet als zusätzliche Möglichkeit der Kommunikation zu nutzen und sich über das Interternet auszutauschen, erscheint dagegen  eher seltener vorzukommen. (Rey, 2009, S. 15 f.) Trotz vieler Initiativen haben noch viele LehrerInnen Vorbehalte gegenüber dem Internet und E-Learning. Immer wieder wird hier die entscheidende Rolle der LehrerInnenausbildung an den Hochschulen erwähnt  (Breiter & Welling, 2009, Aufenanger, 2009).  Die Lehrenden selbst wehren sich gegen die „Chance zum selbstgesteuerten Lernen“  (Aufenanger, 2009, S. 5) und dies wiederum hat zur Folge, dass sich bei „der Einstellung und Motivation von  Lehramtsstudierenden wenig“  (Aufenanger, 2009, S. 6) ändert. Breiter und Wellinger weisen hier auf die Wichtigkeit des Einsatzes von E-Learning in der Ausbildung und Fortbildung von PädagogInnen hin, denn damit können „angehende Lehrkräfte lernen, wie E-Learning sinnvoll im Rahmen der verschiedenen Lehr- und Lernmethoden eingesetzt werden kann.“ (Breiter & Welling, 2009, S. 11)
„Eine erfolgreiche Nutzung von E-Learning in der Schule bedarf des pädagogischen und technischen Supports.“  (Breiter & Welling, 2009, S. 11)

„Blended Learning bezeichnet Lehr-/Lernkonzepte, die eine didaktische sinnvolle Verknüpfung von „traditionellem Klassenzimmerlernen“ und virtuellem bzw. Online Lernen auf der Basis neuer Informations- und Kommunikationsmedien anstreben.“ (Seufert, 2002, S. 23) 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen