Samstag, 2. Februar 2013

Blended Learning - Kollaboration - Blitzlichter und Hypothesen


Zu Beginn: Fragen, Fragen, Fragen,...

Was fördert bzw. hemmt die Kollaboration innerhalb des Kollegiums?
Wird durch Blended Learning die LehrerInnenrolle neu definiert?
Gibt es einen Zusammenhang zwischen der IT Kompetenz der KollegInnen und dem Einsatz von Blended Learning?

Der Fokus  richtet sich hier auf die Zusammenarbeit der LehrerInnen als Community of Practice, aber auch auf die Rolle von Lehrpersonen bzw. die mögliche Veränderung der Unterrichtsplanung im Blended Learning. In weiterer Folge soll der Faktor Blended Learning und die dabei möglichen auftretenden Vernetzungen und der Erfahrungsaustausch zwischen den LehrerInnen besonders beleuchtet werden, denn hier sollte es - wie auch in der Literatur beschrieben wird - zu einer Steigerung der Zusammenarbeit kommen. Der Schwerpunkt  liegt dabei auf dem Status Quo in der Organisation und auf der Frage, ob Zusammenarbeit bzw. kollaboratives Arbeiten praktiziert wird oder ob Einzelkämpfertum die vorherrschende Arbeitsweise darstellt.

Um einen Ansatz zu dem Thema zu finden, ergeben sich folgende Hypothesen:

Ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch über „Best practice“ Beispiele im Bereich Blended Learning innerhalb der KollegInnen zu einem breiteren Einsatz des Computers im Unterricht führen könnte.

KollegInnen, welche mit Blended Learning und Vernetzung arbeiten, auch wesentlich zu einer Verbesserung der Kollaboration innerhalb der Organisation beitragen können.

Angst und mangelnde Ausbildung viele KollegInnen von der Nutzung neuer Medien und IT-Techniken abhalten.

Eine bessere Vernetzung der LehrerInnen,  eine positive Auswirkung auf den Einsatz neuer Medien und die Motivation der LehrerInnen hat.

Eine Steigerung der Zusammenarbeit und Kollaboration zu einer effektiveren Arbeit innerhalb der Organisation führen kann.

Reinmann weist in ihrer Arbeit über Wissensmanagement auf einen wesentlichen Faktor von kollaborativer Arbeit in Organisationen hin: „Best Practice-Sharing liefert die Grundlage dafür, dass die Mitglieder einer Organisation auf Wissen und Erfahrungen von anderen zur Lösung spezifischer Probleme gezielt zugreifen können. Doppelarbeiten sollen so vermieden oder reduziert werden.“ (Reinmann, 2009, S. 78) Voraussetzung ist dabei ein „Geben und Nehmen“. Dominik Petko unterstreicht hier im Gegensatz zu Reinmann die Problematik des Begriffes „Best Practice“ und hält es sinnvoller gerade im Schulbereich von „Good Practice“ zu sprechen, da sich auf Grund unterschiedlicher Rahmenbedingungen in den verschiedenen Schulen eine „erfolgreiche Praxis nicht ohne weiteres von einer Klasse bzw. einer Schule auf eine andere übertragen lässt.“ (Petko, 2009, S. 65)

...to be continued...

Aus: 
Blended Learning als Chance der Wissensvermittlung und Verbesserung kollaborativer
 Zusammenarbeit von LehrerInnen. (Mittl Oliver, 2012)

Literatur:


Petko, D. (2009). Lernplattformen in Schulen, Ansätze für E-Learning und Blended Learning in Präsenzklassen. Wiesbaden: VS Verlag.


Reinmann, G. (2009). Studientext Wissensmanagement. Augsburg: Universität Augsburg.


Reinmann, G., Florian, A., Häuptle, E., & Metscher, J. (2009). Wissenschaftliche Begleitung von Blended Learning in der Lehrerfortbildung: Konzept, Methodik, Ergebnisse, Erfahrungen und Empfehlungen am Beispiel "Intel Lehren - Aufbaukurs Online". Münster: MV-Verlag.

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