Freitag, 14. Dezember 2012

Wissenskultur als Chance der Weiterentwicklung im Bildungsbereich


Im Gegensatz zum Faktor „Wissen“, welches einen wesentlichen Stellenwert in unserem Schulsystem einnimmt, handelt es sich beim Thema Wissenskultur und Wissenswertschätzung um eine eher weniger berücksichtigte Größen in unserem Umgang mit der Ressource Wissen. Wissen wird dabei als Realität, aber nicht als Chance für zukünftige Entwicklung der Kollegenschaft gesehen. Hier stehen eher die Schülerinnen im Mittelpunkt, denn Wissen mit anderen Kolleginnen im Team zu teilen ist eine ungewöhnliche und „verdächtige“ Vorgehensweise. Der Leitsatz „Wissen ist Macht“ scheint noch immer in den Köpfen vieler Menschen verankert zu sein.





















Gerade hier beginnen auch meine Ansätze zu den eigenen Wissensbausteinen, welche sich an das Modell von Probst anlehnen. Die Bausteine bilden den Planungsrahmen für meine Arbeit mit den Kolleginnen im Bereich Fortbildung, Wissensmanagement und eLearning. Der erste Schritt unseres Prozesses war die Vorstellung des IT- Teams an den einzelnen Schulen des Bezirkes. Gemeinsam mit einer Kollegin wollten wir unsere Vorhaben im Bereich eLearning und Weiterentwicklung ins Gespräch bringen, und somit Neugierde bei den Kolleginnen und Direktorinnen wecken, denn gerade Neugierde bildet den fruchtbarsten Boden für unsere Tätigkeit – der IT Betreuung. Diese Erstgespräche haben wir auch dazu genützt, um unsere Ziele klar zu formulieren, bzw. den Nutzen von eLearning und den damit verbundenen Fortbildungen darzustellen.
Auch war es äußerst wichtig, die Rahmenbedingungen der einzelnen Schulen kennenzulernen! Besonders im Volksschulbereich war die Kenntnis über die Ausstattung im IT-Sektor wichtig, denn hier mangelt es sehr oft auch an der passenden IT-Infrastruktur!

Eigene Ziele des Wissensmanagements und des E-Learning im Schulbereich:
  • Bessere Vernetzung innerhalb der Kollegenschaft. (Wissensaustausch)
  • Auffinden von Wissensträgern und potenziellen Multiplikatoren für unser Vorhaben (Wissensidentifikation)
  • Umwandlung von proprietären Wissen in öffentliches Wissen. (Wissensaustausch, Wissensidentifikation Wissensbewahrung)
  • Regelmäßige Fortbildung und Schulung bringt Sicherheit im Umgang mit neuen Medien. (Wissensentwicklung)
  • Durch Schulung sollte ein Anstoß zu einem selbstgesteuertem Lernen erfolgen – Stichwort Lebenslanges Lernen. (Wissensentwicklung)
  • E-Learning öffnet neue Türen und bring Vorsprung in der schnelllebigen Zeit. (Wissensnutzung)
  • Wissensmanagement erspart viel Zeit im Lehrkörper, wenn man weiß, wo Wissensträger zu finden sind. (Wissensidentifikation, Wissensbewertung)
  • Gelungenes Wissensmanagement und E-Learning hilft in der Organisation von Wissen und Daten. (Wissensbewahrung)
  • Wissen aus den unzähligen Seminaren soll bei schulinternen Lehrerfortbildungen weitergegeben werden (Wissensverteilung)

Als normatives Wissensziel sehe ich dabei die Verankerung in den einzelnen, bereits zum größten Teil vorhandenen Schulleitbildern! „Das Wissen unserer Organisation stellt den größten Wert im Unternehmen dar und steht im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Wir wollen das Wissen und die Erfahrungen unserer Mitarbeiterinnen (Lehrerinnen) zu Vorteil unserer Kundinnen (Schülerinnen und Eltern) gezielt nutzen.“ (Gerhards & Trauner, 2007, S. 35)



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