Donnerstag, 6. September 2012

Reflexionen und Ideen zu digitalen Lernwelten



Effekte sozialer Netzwerke in Bezug auf Gemeinschaftsbildung oder die Wirkung von „weak ties“ zwischen unterschiedlichen Communities.



Durch soziale Netzwerke wie Facebook, Google+ und co. ergeben sich Möglichkeiten der Community Bildung bzw. stellen den virtuellen Raum in den Blickpunkt des Informations- und Erfahrungsaustausches unterschiedlichster Gruppierungen und Communities.
Besonders das Soziale wird dadurch in den Vordergrund gerückt, und ermöglicht Interaktionen zwischen den einzelnen Mitgliedern. Hugger und Walber zu Folge „besteht ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Grad der sozialen Zuwendung dem von Weiterbildungsteilnehmern selbst eingeschätzten Nutzen von digitalen Lernformen.“  (Hugger & Walber, S. 99, 2010)
Gerade in diesem Ansatz kann der Chance der Fortbildung und des Wissenserwerbes in unterschiedlichsten Communities gesehen werden. Wobei aber Walber zu Folge erst „rekursive soziale Interaktion“  (Hugger & Walber, S. 99, 2010) zu eine aktiven digitalen Kommunikation führt.
Im Hintergrund sozialer Netzwerke entwickelt sich oft eine vernetzte informelle Beziehung zwischen den Akteuren. Diese Interaktionen führen in weitere Folge zu Wissenaustausch und Erfahrungsaustausch über unterschiedlichste Themen – Wissensnetzwerke entstehen und bilden die Basis für den Lernfortschritt einzelnen Members.
In „strong ties“ Beziehungen steht die dauerhafte und vertrauenswürdige zwischen Freunden und altbekannten Mitgliedern im Vordergrund. Innovation und neues Wissen entsteht aber besonders in „weak ties“ Verbindungen zu anderen Gruppierungen bzw. Communities. Schwache Beziehungen haben nach Jansen „Brückenfunktion“  (Hugger & Walber, S. 103, 2010) und erweisen sich als Stärke dieser Bindungen. Sie verbinden neue Kreise und unterschiedliche soziale System – durch sie kommen neue Informationen und neues Wissen zusammen.
Hier besteht auch im Schulsystem eine riesige Chance – Wissensträger und Koordinatoren einzelner Schulen und Systeme verbinden sich und tauschen ihr Wissen „blended“ aus – in virtuellen Communities und Face to Face in realen Raum.


Anregungen aus:
Hugger, K.-U., & Walber, M. (2010). Digitale Lernwelten - Konzepte, Beispiele und Perspektiven. Wiesbaden: VS Verlag.


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